Der Vogelsberger Jürgen Carnier bietet Fass-Nacht ohne Helau am Hoherodskopf
Shownotes
Schlafen im Fass, Frühstück mit Waldluft, Wildgerichte vom Förster des Vertrauens – willkommen in der Taufsteinhütte im Vogelsberg. Wer hier auf dem Hoherodskopf einkehrt, kommt für eine Stunde und bleibt manchmal länger als geplant. Jürgen Carnier wollte selbst nur zwei Jahre bleiben. Das war vor 32 Jahren.
In der aktuellen Folge von Sprechstoff Hörreise erzählt der Gastgeber vom Hohen Vogelsberg, warum regionale Kreisläufe für ihn keine Marketingstrategie sind, sondern Überzeugung. Warum seine Fass-Nacht nichts mit Karneval zu tun hat, aber alles mit Entschleunigung. Und warum man hier oben, mitten im Wald, plötzlich versteht, was Genuss eigentlich bedeutet.
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00:00:00: Wir sitzen gerade bei mir im Weinkeller in der Taufsteinhütte und eigentlich vor meiner großen Leidenschaften, das ist Wein.
00:00:05: Also wir haben auch die Weine beim Über-Hundert Positionen auf der Weinkarte mittlerweile und es ist ständig wachsend und wie jeden Tag lernst du einen neuen Winzer kennen was hochdramatisch ist natürlich aber ich sage das leider zum Glück.
00:00:17: meine Leidenschaft Sprechstoff Hörreise Der Podcast von unterwegs
00:00:34: mit Holger Bernandt Kopf ankommt, merkt sehr schnell dieser Fleck hat etwas.
00:00:42: Etwas hartnäckiges – etwas das bleibt!
00:00:44: Jürgen Canier wollte zwei Jahre bleiben.
00:00:47: Jetzt sind es
00:00:48: zweiunddreißig.".
00:00:49: Der Mann der uns heute in seinen Weinkeller einlädt ist kein Gastronom im üblichen Sinne.
00:00:54: Er isst Überzeugungstäter einer der morgens mit seinem Hund durch den Wald zieht bevor die Küche aufmacht.
00:01:01: Einer der Gerste vom Nachbarbauern auf die Karte setzt weil er an regionale Kreisläufe glaubt lange, bevor das Wort Nachhaltigkeit irgendwo auf Hochglanzpapier gedruckt wurde und einer der Wildgerichte nicht aus Kalkül anbietet.
00:01:16: Sondern weil sein Förster seit über fünfzig Jahren zur Familie gehört.
00:01:20: Die Taufsteinhütte ist ein Ort, über den man eigentlich nicht
00:01:23: spricht
00:01:24: denn man kennt ihn oder den man irgendwann findet wenn man lange genug durch den Vogelsberg gewandert ist.
00:01:31: er schöpft hungrig und dann plötzlich einfach glücklich ist dass man angekommen ist.
00:01:36: Genau dieses Glück beschreibt Jürgen Canier in unserem
00:01:39: Gespräch
00:01:40: über Leidenschaft, die keine Feierabende kennt.
00:01:43: Über Wein, Wild und Waldluft!
00:01:44: Und über die Frage was sein Menschen zweiunddreißig Jahre lang auf siebenhundertzwanzig Metern an einem Berghält?
00:01:51: Ich bin Holger Bernhard.
00:01:52: Herzlich willkommen bei Sprechstoff-Höhrreise.
00:01:56: Ähm ich bin Jürgian Canier.
00:01:57: Bin seit Zweiund dreißig Jahren mittlerweile hier am Horozkoff.
00:02:00: kam das ein dummen Zufall mal hier oben auf dem Berg Eigentlich in der Vergangenheit war es schon mal zum Urlaub machen hier und ein Freundin bekannt hat mir gesagt, hast du nicht Lust meinen Laden zu übernehmen?
00:02:10: Und ich habe leichtsinnigerweise ja gesagt.
00:02:12: Mittlerweile sind zweiunddreißig Jahre vergangen.
00:02:14: Ich wollte eigentlich nur zwei Jahre gucken um mal zu sehen wie's wird.
00:02:17: Und jetzt so nach zweiund dreißig Jahren kann ich sagen das wird langsam
00:02:20: Moin Jürgen!
00:02:22: Moin
00:02:23: Wir stehen beziehungsweise sitzen hier oben am... Dach des Vogelsbergs, wenn du morgens als erster die Tür der Taufsteinhütte aufschließt und die klare Waldluft einatmest.
00:02:36: Ist das nach all den Jahren Routine oder immer noch dieser eine Moment für den man den Job macht?
00:02:43: Das Zweite ist es also keine Routine werden gerade oben nicht.
00:02:46: Also ich finde es ganz besonderer Fleck.
00:02:49: Ich glaube es sind zwar auch schon keine Zwei- und Dreißig Jahre hier ist nach wie vor so, dass ich jeden Morgen hier genieße und ich mache auch jeden Morgen mit unseren Hunden eine Runde prinzipiell.
00:02:58: Und auch zwischendrin.
00:02:59: also ich sag für mich ist der Vogelsberg Heimat.
00:03:02: Bist du gebürtiger Vogelsberger?
00:03:04: Ich komme eigentlich aus dem Zentral Odenwald aus Bad König und wir hatten auch damals einen Betrieb im Oden Wald und in ähnlicher Lage muss wäre war es sozusagen auch mitten im Wald.
00:03:13: Insofern waren mir das sehr nahe und auch für mein Leben die einzige Möglichkeit zu existieren.
00:03:19: Die Taufsteinhütte ist ja weit mehr als nur ein Ausflugslokal.
00:03:23: Wenn dieses Haus eine Persönlichkeit wäre, welchen Charakter Zug hätte sie?
00:03:46: Das heißt, das zieht sich ja durch die gesamte Mitarbeiterschaft.
00:03:50: Ja idealerweise schon.
00:03:51: Wie gesagt auch ein Mitarbeiter der es wirklich reflektieren kann was hier eigentlich alles so passiert.
00:03:55: Der nimmt es genauso wahr.
00:03:56: deswegen haben wir viele Mitarbeiter jetzt schon wirklich zwanzig und dreißig Jahre da sind die mich von Anfang an begleiten.
00:04:01: Wer
00:04:02: zu dir kommt, sucht oft das Unverfälschte.
00:04:05: Was landet bei dir auf dem Teller, dass man so wirklich nur hier oben auf dem vulkanischen Boden findet?
00:04:10: Ja natürlich ist Vogelsberg-Höhenfee.
00:04:12: Das muss ich fairerweise auch in letzter Zeit erst zugekommen weil es ist schon eine Rasse die eigentlich seit Jahren hier bekannt ist und auch budschende Vergangenheit schon mal angesprochen.
00:04:21: allerdings hat schon jetzt einen Zugang.
00:04:22: da haben wir jetzt angefangen stärker zu vermarkten also das kommt jetzt immer mehr.
00:04:26: dann haben wir natürlich Merino Landschaf Das eigentlich fast von Anfang an hier mit auf der Karte.
00:04:33: Dann natürlich unsere Bio-Bauern, die außen rum sind wie Peter Hamel zum Beispiel.
00:04:37: da haben wir die Gerste z. B. Peter Glukhan und dann auch diverse Artikeln natürlich auch von ihm, die wirklich auch macht sich selber Öle usw.
00:04:45: Es ist natürlich auch ein herausragender Landwirt das muss man auch sagen und da versuchen wir es schon vernünftig zu
00:04:50: platzieren.".
00:04:51: Die Gerste wird auch als Vogelsberger Reis bezeichnet d. h., da kann man auch einen Risotto draus machen.
00:04:58: Ja, ein super leckeres Resort durch den totaler Fernlauf von der Gärste.
00:05:01: Und was man auch dazu sagen muss... Das ist ja tatsächlich dadurch so wie die bearbeitet wurde.
00:05:06: es dauert das länger bis man's verdaut hat.
00:05:07: also das ist auch eine super gesunde Artikel weil das ist ja auch das was wir heute haben bei unserer Ernährung dass sie Dinge zu schnell zu maximiert eigentlich behandelt werden.
00:05:16: und da merkt man schon tatsächlich als wirklich ein Stück Gesundheit das man sich gibt wenn man das isst.
00:05:20: Du hast auf deinem linken Oberarm einen Logo.
00:05:23: Was ist das?
00:05:24: Das ist von der Schenderotiseur Auch so ne traditionelle Sache.
00:05:28: Also, tatsächlich mein Onkel war auch bei Shen dabei und das ist eigentlich so eine Vereinigung.
00:05:33: Ich spreche es mal ganz einfach runter die einem Genuss fest halt an den Tafel freuten nun auch einen gewissen Stil eigentlich auch verbreiten.
00:05:40: also S-Kultur ist ein Thema Trinkkultur Und natürlich auch wenn die Veranstaltungen sind von der Shen wird auch auf Etikette geachtet also Dinge die essentiell sind und leider in heutigen Zeiten bisschen verloren gegangen sind
00:05:51: Weil der Ursprung ist ja französisch?
00:05:53: Ja,
00:05:54: definitiv.
00:05:54: Liegt doch schon zu Zeiten von zwölfhunderten noch was zurück das ganze, dass es anfing und dann damals gab's ja nicht für Köche und so.
00:06:01: Es gab ja keinen Ausbildungsberuf.
00:06:02: Dann wurden die damals in den Adelsstand mehr oder weniger erhoben da haben auch ihr eigenes Wappen an den Blumen bekommen und da sieht man ob das sind auch so drei Grillspieße soll das darstellen auf dem... Auf der Geschichte und mittlerweile gibt's einige aktive Mitglieder.
00:06:14: Das heißt wie ich Gastronomen Someliers etc.
00:06:17: Und natürlich viele private und das ist spannend, auch die Zusammenkünfte sind auch immer sehr interessant weil die Gespräche natürlich auch immer von Inhalten stark gefüllt sind.
00:06:26: Hand aufs Herz!
00:06:27: Wenn ein Wanderer nach einer stundenlangen Tour völlig groggy bei dir einkährt was siehst du zuerst bei ihm noch bevor er überhaupt die Speisekarte aufschlägt?
00:06:39: Das ist immer ganz nett.
00:06:41: Meistens ist er glücklich, dass er angekommen ist.
00:06:43: Das siehst du dann schon je nachdem welter Tour gelaufen ist und natürlich an die große Freude endlich genießen zu dürfen und sich einfach sacken zu lassen.
00:06:49: Also das ist halt schon immer großartig.
00:06:51: also es ist schön an Wand.
00:06:52: daran finde ich weil diesen sehr schnell sehr glücklich.
00:06:56: gibt's hier auch biker oder
00:06:59: Reiter
00:06:59: die hier hinkommen?
00:07:00: Und Fahrradfahrer die genauso begrüßt werden wie der Gast der vielleicht eine Woche hier bleibt?
00:07:07: Ja, auf jeden Fall.
00:07:07: Also Mountainbiker in jedem Fall.
00:07:09: oder haben wir einige da?
00:07:10: Wir sind ja auch dran, wir haben auch draußen einen Mountainbikeverleih, also wir sind auch in dem Bereich ein bisschen engagiert und haben auch mit an den Wegen mitgearbeitet hier in der Region natürlich Wander.
00:07:17: Wir sind eine Wanderei-Station.
00:07:19: Allerdings haben wir das Ganze nicht jetzt wirklich bis ins High End sondern wir bieten es an dass ihr die Möglichkeit hier oben rast zu machen und haben wir auch das eine andere Mal in der Region.
00:07:28: Das ist schon auch einiges an Bewegungen.
00:07:30: Natürlich werden sie genauso schön empfangen wie ein Wanderer.
00:07:34: Hast du auch Reiter?
00:07:35: Ja, Reiter haben wir auch.
00:07:37: Kommen auch regelmäßig, wie gesagt, wir sind eine Zwischenstation auf den Reitstationenkarten und dann haben wir natürlich die Reiter hier.
00:07:43: Du giltst ja als verfechterregionaler Kreisläufe!
00:07:46: Wie viel Vogelsberg steckt in deiner Küche?
00:07:48: Und wie hart musst du sie manchmal bei den Bauern oder Jägern in der Nachbarschaft verhandeln um diese Qualität zu
00:07:55: halten?!
00:07:56: Ja, das ist schon ab und an Ringen.
00:07:58: Aber es ist ja ein positives Ringen sag ich mal auch, dass man der Qualität auch besser wird und so.
00:08:02: Das macht ja auch Spaß!
00:08:02: Und auch wenn auch der Landwirt sieht, dass die Produkte angenommen werden, weil er sich auch für den Kampf verdient, was die Vermarktung angeht und nach Ort ist vernünftig zu platzieren.
00:08:10: Wir versuchen schon seit vielen Jahren – ich habe vor dem ersten Mal angefangen – Produkte aus der Region vernünftig und nachhaltig zu beziehen.
00:08:16: Mittlerweile ist es eigentlich ein schöner Kreislauf geworden und darüber hinaus ist ja auch so, dass wir auch versuchen alle Dinge zu kaufen die wir für unseren Betrieb brauchen.
00:08:24: Die aus der Region sind das als auch auch die Geschäftsleute vor Ort unterstützen.
00:08:28: Wildgerichte sind ja dein Markenzeichen.
00:08:30: Wie viel Wald schmeckt der Gast in deinen Rezepten und gibt es ein Familiengeheimnis, das niemals die Hütte verlässt?
00:08:37: Ja also steckt schon einiges an Wald natürlich auch mit drin.
00:08:40: wie gesagt wir haben ja auch auch die ganzen Bildsachen beziehen man natürlich auch von unserem Förster vom Dieter Heldenberg der schon seit über drei Eigen schon seit fünfzig Jahren Gast ist.
00:08:49: Schon sein Vater war hier Gast und so weiter ist eine Tradition die wir aufrechterhalten haben und die bis heute aktiv ist.
00:08:54: Und ja, und es gibt Rezepte.
00:08:57: Auch da gibt's zum Beispiel legendär unsere Cappé de Paris-Butter.
00:09:00: Das ist auch so ein Rezept, das schon auch vom Vorgänger gemacht wird.
00:09:03: Ist eigentlich aus New York gekommen!
00:09:05: Und genauso unser Italian Dressing – das ist auch aus den vier Jahreszeiten also auch da vor dem Stationen eine Vergangenheit und die haben wir einfach mit integriert und die gibts schon immer so.
00:09:15: Früher als die Taufsteinhütte gegründet wurde Anfang der fünftiger Jahre gab´s dann noch DAX auf der Speisekarte.
00:09:22: oder ist das ein Gerücht?
00:09:23: Wie?!
00:09:24: Also bei mir gab es auf jeden Fall keinen Dachs auch der Speisekarte.
00:09:27: Ist ein interessanter Gedanke das zu machen, aber lieber nein?
00:09:30: Nein!
00:09:31: Nee dann zieh ich die Frage wieder zurück.
00:09:34: Gastgeber auf dem hohe Rotskopf zu sein ist kein nine to five Job besonders wenn das Wetter umschlägt.
00:09:40: was ist anstrengender?
00:09:42: Ein voll besetztes Haus bei strahlendem Sonnenschein oder die Stille Wenn der Nebel so dick ist man die Hand vor Augen nicht sieht.
00:09:49: Auch eine sehr schöne Frage.
00:09:51: Also ich bin ja tatsächlich Adrenalin-Chunky.
00:09:53: Ich liebe es, wenn hier die Hölle los ist und du gar nicht mehr weißt wo du zuerst anfangen musst.
00:09:57: Also ich kann das genauso gut genießen und dreizehn, vierzehn Stunden arbeiten.
00:10:01: Das macht mir wahnsinnig Spaß!
00:10:02: Und genau so...und das ist das Schöne hier.
00:10:04: Wenn du dicker Nebel hast, weißte heute wird's entspannt.
00:10:06: Dann kannst du auch mal ganz kurz die Seele baumeln lassen.
00:10:09: Insofern ist für mich keine großartige Herausforderung sondern ist eigentlich genau das was ich mag.
00:10:14: Das heißt wenn hier im Winter dick der Schnee liegt dann sonst du dich mit deiner Lebensgefährtin auf Ibiza.
00:10:21: Ja, genau so läuft es nicht.
00:10:24: Nee ist es wirklich Wahnsinn!
00:10:26: Also gerade in der Zeit sind wirklich sieben Tage Woche eigentlich die Regel und das gilt auch fast für alle anderen Tage.
00:10:32: also wie gesagt um weg zu sein und hier nichts mehr zu machen musst du im Urlaub sein.
00:10:37: Und das passiert lediglich zwei Wochen im Jahr und das gerne in Südfrankreich aber ansonsten bist du wirklich die ganze Zeit hier.
00:10:43: Das ist ja hier auch ein Wintersportgebiet.
00:10:45: Ja, wir haben hier über fünfzig Kilometer Spurte läuben.
00:10:48: Ich habe mir sagen lassen es wird mit ein zerschönsten Läubengebiete in Deutschland.
00:10:52: so viel Erfahrung hab ich was andere Skigebiete angeht nicht also gerade im Langlauf aber für mich ist auch eines der schönsten Gebieten und ich nutze das auch bei jeder Gelegenheit jede freie Minute leider abends auch mit Stirnlampe um auch selbstes zu genießen.
00:11:04: Es geht in unserem Podcast um den Genuss.
00:11:07: Gab es mal einen Gast oder eine Begegnung, die dir gezeigt hat?
00:11:11: Das Essen hier oben mehr ist als nur reine Nahrungsaufnahme.
00:11:15: Ja tatsächlich also es gibt schon den einer anderen Gast und es gibt wirklich die richtig sentimental werden.
00:11:20: Also ich will ja sagen so feuchte Augen haben wir die waren kurz davor aber auch das Gesamtbild.
00:11:26: Wie eigentlich alles gestaltet wurde.
00:11:28: Also wir haben nebenbei auch Decken eingebracht, das war ein altes Scheunentor in Burkhards hier bei uns um die Ecke und so weiter und Gast der es auch wahrnimmt und dann Verbindung mit dem Rest.
00:11:37: denn wo eigentlich anbieten ist schon so dass sie wirklich sagen Hammer.
00:11:40: also wer ein offenes Herz hat und es wahrnehmen kann also reflektiert auch und sagt ihr das auch.
00:11:46: Du bietest dir auch außergewöhnliche Übernachtungen an, wie das Fasshotel oder die Chalets.
00:11:51: Ist es heute eigentlich Sehnsucht nach Nostalgie?
00:11:53: Oder der pure Luxus mal auf alles überflüssige zu verzichten?
00:11:58: Also spannend ist es mit den Fässern tatsächlich – ich muss fairerweise sagen, es war eine Notlösung für unsere Hochzeiten, dass wir eine Überdachtungsmöglichkeiten haben und ich hätte nie gedacht, dass es so gut angenommen wird.
00:12:10: Sie sind mir ein bisschen überrascht worden.
00:12:12: Und dann ist es wirklich so, dass viele Familien hierher kommen und auch überraschenderweise auch viel ältere, die einfach diese Fastnacht nehmen wollen.
00:12:20: Es entschleunigt ohne Ende.
00:12:23: Wir haben auch hinten bewusst kein Internet – das haben wir tatsächlich nicht!
00:12:27: Und im Gegenzug haben wir dann auch Chalets gebaut und auch die Hotelzimmer entsprechend schicker gemacht um noch mal ein ganz anderes Segment aufzumachen.
00:12:35: Und eigentlich die Mischung finde ich es spannender, weil das geht mir ja selber genauso.
00:12:38: Einmal sehnst du dich einfach nach dem minimalistischen, nach dem ganz einfachen und einmal soll es ein bisschen exklusiver sein, ein bisschen mehr.
00:12:45: Das versuchen wir eigentlich abzudecken und des Publikums spiegelt das auch wieder.
00:12:48: also wir haben alle hier und das ist schön.
00:12:50: Wenn man in zehn Jahren wieder am Tisch sitzt was soll sich?
00:12:54: In der Taufsteinhütte niemals ändern egal wie sehr sich die Gastronomie da draußen weiterdreht beziehungsweise weiterentwickelt.
00:13:02: Also für mich war es immer wichtig eine Entwicklung zu sehen in jedem Jahr, ich muss irgendwas gemacht haben und zu sehen okay es ist wieder gewachsen.
00:13:08: Also geht's dann um die Größe an für sich sondern nur um die Veränderung.
00:13:11: also ich hasse Stillstand.
00:13:13: Ich mags auch nicht wenn nichts dem Gast zurückgegeben wird.
00:13:15: Für mich ist immer Wenn einer bezahlt für irgendetwas nehmt das Geld und versucht es wieder zu reinvestieren.
00:13:21: Also für mich macht das am meisten Spaß Und deswegen mein Wunsch und Ziel wäre es tatsächlich zehn Jahren dass diese Entwicklung beibehalten wird und das eigentlich stetig nach vorne geht.
00:13:29: Das bezieht sich nicht nur auf die Taufstelle sondern auf den gesamten Vogelsbergkreis.
00:13:33: Auf was dürfen sich die Gäste, zwanzig, sechsundzwanzig freuen?
00:13:38: Ein spannendes Jahr mit großen Herausforderungen natürlich.
00:13:41: Ich bin froh wenn wir eine Beständigkeit beibehalten können.
00:13:44: Wir würden gern qualitativ noch ein bisschen draufgehen.
00:13:46: also wir haben jetzt drei Lehrlinge mittlerweile in der Küche das mich total stolz macht dass wir drei Kochküchen-Lehrlinge haben Das ist auch großartig und selbstverständlich nach heute Zeit Und dass sie Leute auch weiterhin Spaß haben an ihrem Job.
00:13:58: Und wenn wir das schaffen, wirklich im Jahr zum Jahr-Zwischen eine gestiegene Qualität und auch die Leute bei Laune zu halten was ein ganz wichtiges Thema heutzutage ist dann bin ich eigentlich mehr als zufrieden.
00:14:09: Zum Schluss nochmal ganz persönlich wo ist dein eigener Kraftort hier in Vogelsberg?
00:14:15: Wenn du mal nicht der Gastgeber bist sondern einfach nur du selbst genießen willst.
00:14:22: Ja ich habe so drei Radtouren, also Mountainbike-Touren.
00:14:25: Das sind für mich meine Highlights eigentlich, dass es die eine geht über die Flößerstraße hoch zu herrschen einer Rühe und dann wieder hier die Taufsteinhütte.
00:14:31: Das ist einer meiner Lieblingstouren auch mit schönem Ansteck wo du daher richtig schön erschöpft bist und einfach nur glücklich das du das gemacht hast.
00:14:38: Dann gibt's für mich den Gakkerstein.
00:14:39: Es ist auch für mich ein herausragender Ort Für mich eigentlich ja der Schönste und der beste Kraftort im Vogelsberg Und neben der Taufstrahlung Hütte.
00:14:48: Also selbst mein Betrieb ist auch ein Kraftort für mich
00:14:51: Prima Bevor ich dich jetzt in die Küche entlasse, auf dem Tisch liegen Impulskarten.
00:14:57: Wenn du bitte eine ziehst, spontan vorliest und dann auch antwortest...
00:15:03: Was möchtest du bis zu deinem nächsten Geburtstag können?
00:15:06: Klavierspielen!
00:15:08: Das wäre ein Traum.
00:15:10: Und natürlich noch fünf Fremdsprachen.
00:15:12: Weil
00:15:13: hast du Geburtstag?
00:15:14: Am siebzehnten November.
00:15:15: Ja, da hast du ja noch alle Zeit der Welt um das zu lernen.
00:15:19: Durchaus ist das eine schöne Geschichte hier, wenn das klappt!
00:15:22: Vielen Dank für das tolle Gespräch.
00:15:24: ich bedanke mich und sage tschüss bis zum nächsten Mal.
00:15:27: Ich sag
00:15:27: auch tschüß und vielen dank.
00:15:31: Das war Sprechstoff-Hörreise Der Podcast von unterwegs
00:15:35: mit Holger Bernhard.
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